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Letzte Woche hatte ich auf den Smart-Mob in Bremen hingewiesen und gestern fand er nun schließlich wirklich statt. Visuelle Eindrücke von diesem Event und einige Informationen bezüglich der endgültigen Abschaffung der Förderschulen im Land Bremen findet in diesem kurzen Video bei der Tagesschau. (Danke an Benni für dieses Tipp).

In diesem Zusammenhang möchte ich euch darauf hinweisen, dass Bremen das erste  Bundesland ist, welches den Studenten einen Studiengang “Inklusive Pädagogik” anbietet und somit seine Lehrer auf eine Schule für alle vorbereitet. Mehr Infos dazu im Artikel von Deutschlandfunk.

Foto: sigrid rossmann / pixelio.de

An dieser Stelle gebe ich aller zwei Wochen Tipps für das Fernsehprogramm der nächsten 14 Tage. Ich suche dabei Filme, Sendungen und Dokumentationen zu den Themen Schule, Lernen, Behinderung, Inklusion etc. heraus. Über die Qualität der einzelnen Sendungen kann ich dabei natürlich noch nichts sagen. Habt ihr noch mehr? Dann sendet mir bitte eine Mail an robert@bildungsvision.de!

21.06.2010, Montag

Träume Tränen Töne, KIKA,  15:50 – 16:18

Die Doku-Soap “Träume, Tränen, Töne” begleitet die fünf Kinder Johannes, Han-Gyeol, Lukas, Pauline und Joshua in ihrem Probejahr am Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar.

alpha Campus: Von der Schule zum Beruf, BR ALPHA,  16:00 – 16:30

alpha-campus, das Bildungsforum, vermittelt Wissen aktuell, kompakt und informativ. Heute: Jugendliche in Deutschland

Damals … Mein erster Schultag, BAY3,  17:00 – 17:30

Ehemalige Schüler und Schülerinnen der Volksschule in Sulzbach-Rosenberg erinnern sich an ihre ersten Schultage teils noch vor dem Zweiten Weltkrieg. Mit Schleifchen im Haar und sauber gescheitelt ging es im festlichen Sonntagsstaat in die Schule, damals noch mit Schiefertafel und Lederränzlein.

22.06.2010, Dienstag

Paralympic: Weltcup 2010 in Manchester, GBR EUROSPORT, 09:00 – 10:00

Zusammenfassung des Multi-Sportevents (Leichtathletik, Schwimmen, Fußball & Basketball) von 25. bis 31. Mai

Träume Tränen Töne, KIKA,   15:50 – 16:18 (Beschreibung siehe oben)

alpha Campus: Von der Schule zum Beruf, BR ALPHA,  16:00 – 16:30

alpha-campus, das Bildungsforum, vermittelt Wissen aktuell, kompakt und informativ. Heute: Jugendliche in Italien

KoranKinder,  ZDF THEATERKANAL, 19:40 – 21:10

Andere Länder, andere Schulen, ZDF INFO, 22:45 – 23:00

Lernen im Busch

Lernen bis zum Umfallen, ARD EINSPLUS, 23:15 – 00:00

Großer Druck auf kleine Menschen

Fabian ist 11 Jahre alt und geht gerne aufs Gymnasium, obwohl er kein sehr guter Schüler ist. Seit kurzem steckt er sich aber im Unterricht die Finger in die Ohren und schaltet ab. Was ist mit ihm los?

23.06.2010, Mittwoch

Lernen bis zum Umfallen ARD EINSPLUS, 02:15 – 03:00 (Beschreibung siehe oben)

Andere Länder andere Schulen, ZDF INFO, 07:00 – 07:15 (Beschreibung siehe oben)

Sehen statt hören, BR ALPHA,  15:00 – 15:30

Wochenmagazin für Hörgeschädigte

Lernen bis zum Umfallen, ARD EINSPLUS, 15:30 – 16:15 (Beschreibung siehe oben)

Träume Tränen Töne, KIKA, 15:50 – 16:18 (Beschreibung siehe oben)

alpha Campus: Von der Schule zum Beruf, BR ALPHA 16:00 – 16:30

alpha-campus, das Bildungsforum, vermittelt Wissen aktuell, kompakt und informativ. Heute: Jugendliche in Brasilien

24.06.2010, Donnerstag

Paralympic: Weltcup 2010 in Manchester GBR, EUROSPORT, 00:15 – 01:00 (Beschreibung siehe oben)

hier und heute, WDR 00:20 – 00:50

Endlich Abi – die Welt gehört uns! Ein Jahr lang hat Reporterin Petra Storch drei Abiturienten durch viele Höhen und Tiefen begleitet.

Andere Länder andere Schulen, ZDF INFO 08:02 – 08:15 (Beschreibung siehe oben)

Sehen statt hören, BR ALPHA 10:30 – 11:00 (Beschreibung siehe oben)

Träume Tränen Töne, KIKA15:50 – 16:18 (Beschreibung siehe oben)

alpha Campus: Von der Schule zum Beruf, BR ALPHA 16:00 – 16:30

alpha-campus, das Bildungsforum, vermittelt Wissen aktuell, kompakt und informativ. Heute: Jugendliche in Argentinien

25.06.2010, Freitag

Das besondere Lernen SW3 07:30 – 08:00

“Jeder Mensch ist lernfähig, sonst ist er tot”, heißt es in der Sendung. Gemeint sind Menschen wie die 17-jährige Lena, die mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in einem Heim für Schwerstbehinderte der Landesblindenschule in Neuwied lebt.

Lernen bis zum Umfallen ARD EINSPLUS (P) 08:30 – 09:15 (Beschreibung siehe oben)

Träume Tränen Töne KIKA 15:50 – 16:18 (Beschreibung siehe oben)

alpha Campus: Von der Schule zum Beruf BR ALPHA 16:00 – 16:30

alpha-campus, das Bildungsforum, vermittelt Wissen aktuell, kompakt und informativ. Heute: Jugendliche in Marokko

26.06.2010, Samstag

Lernen bis zum Umfallen ARD EINSPLUS 05:15 – 06:00 (Beschreibung siehe oben)

Sehen statt hören HR3 06:55 – 07:25 (Beschreibung siehe oben)

Das besondere Lernen SW3 07:15 – 07:45

“Ich höre nichts, ich spüre Schwingungen auf der Haut, aber hören kann ich gar nichts”. Tatjana, 21, ist gehörlos geboren. Ihr Freund Kreso, 26, wurde mit eineinhalb Jahren nach einer Ohrenentzündung und einer erfolglosen Operation taub.

Sehen statt hören NDR 07:30 – 08:00 (Beschreibung siehe oben)

Sehen statt hören WDR 07:30 – 08:00 (Beschreibung siehe oben)

Das besondere Lernen SW3 07:45 – 08:15

Sandra, 13, begann zu stottern, als sie vier Jahre alt war und sich ihre Eltern scheiden ließen. Da sich das Stottern nicht besserte, ließ Sandra sich beurlauben, um an einer Stotterer-Intensiv-Therapie für Jugendliche teilzunehmen.

Christopher, 15, begann zu stottern, als sein Vater schwer erkrankte. Die Symptomatik verstärkte sich, als sein Vater zwei Jahre später starb. Sämtliche Therapien brachten nur eine kurze Besserung. Da der Leidensdruck unerträglich wurde, entschied er sich ebenfalls zur Intensiv-Therapie. Wie Sandra und Christopher sind etwa fünf Prozent aller Kinder und ein Prozent der Erwachsenen vom Stottern betroffen. Die Sprechstörung beginnt meist im Alter zwischen zwei und fünf Jahren. Man vermutet eine genetische Veranlagung zum Stottern, aber auch Ängste spielen eine Rolle. Der Film begleitet die beiden Jugendlichen bei ihrer Therapie am Sprachheilzentrum Ravensburg. Der Sprachtherapeut Frank Herziger geht den Ursachen des Stotterns nach, arbeitet Tag für Tag mit den Jugendlichen an den Symptomen und legt viel Wert auf psychologische Betreuung und auf das Zusammenleben in der Gruppe. Eine Arbeit, die bis in die Wurzeln der Persönlichkeit geht.

Das besondere Lernen SW3 08:15 – 08:45

Der elfjährige Thorsten findet “Deutsch” nicht so gut. Früher schrieb er oft das gleiche Wort in fünf Varianten falsch. Auch der 14-jährige Mathias konnte nach seinem ersten Schuljahr weder lesen noch schreiben. Die Lehrer waren ratlos.

Die verzweifelten Eltern suchten Hilfe und waren fast erleichtert, als die Diagnose feststand: Legasthenie. Rund fünf Prozent der Grundschulkinder haben Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und der Rechtschreibung. Mit Intelligenz hat dies nichts zu tun – es handelt sich um eine Störung, für die viele Faktoren verantwortlich sein können. Bei Thorsten haben sich die “Deutsch-Defizite” durch eine Therapie inzwischen vermindert, und Mathias hat den Sprung auf eine technische Realschule geschafft. Technik begeistert ihn und wirkt als positives Gegengewicht zu seinen Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten.

Das besondere Lernen SW3 08:45 – 09:15

Als Sophies Mutter vor zehn Jahren im Kreißsaal mit der Diagnose Down-Syndrom konfrontiert wurde, waren sie und ihr Mann zunächst verzweifelt. “Ist das eine Strafe Gottes?” fragte Sylvia Kowalik ihre Ärztin damals. Sie fühlte sich schuldig.  Sie fühlte sich grundlos schuldig. Heute weiß sie: “Sophie war ein göttliches Geschenk.” Ihre fröhliche Tochter hat den Blick ihrer Mutter aufs Leben verändert. Und Sophie hat auch manchen anderen Menschen in ihrer Umgebung von seinen Vorurteilen gegenüber Behinderten kuriert.

Sehen statt hoeren BAY3 09:45 – 10:15 (Beschreibung siehe oben)

Sehen statt hören RBB 10:45 – 11:15 (Beschreibung siehe oben)

alpha Campus: Von der Schule zum Beruf BR ALPHA 11:15 – 11:45 (Beschreibung siehe oben)

alpha Campus: Von der Schule zum Beruf BR ALPHA 11:45 – 12:15 (Beschreibung siehe oben)

alpha Campus: Von der Schule zum Beruf BR ALPHA 12:15 – 12:45 (Beschreibung siehe oben)

alpha Campus: Von der Schule zum Beruf BR ALPHA 12:45 – 13:15 (Beschreibung siehe oben)

Menschen – das Magazin ZDF 12:50 – 13:00

alpha Campus: Von der Schule zum Beruf BR ALPHA 13:15 – 13:45 (Beschreibung siehe oben)

27.06.2010, Sonntag

Sehen statt hören SW3 07:00 – 07:30 (Beschreibung siehe oben)

Elternsprechstunde BAY3 09:45 – 10:15

Themen: Das filmende Klassenzimmer – Vorbild Fernsehen? – Schönheit um jeden Preis? – Manege frei – Wenn Kinder Zirkus machen – BAVARIA FILMSTADT 1

28.06.2010, Montag

Koran im Klassenzimmer, EinsFestival 15:00 – 15:45

Eltern, Politiker, islamische Funktionäre und christliche Kirchen streiten um den islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen. Alle betonen seine Bedeutung für die Integration. Uneinig sind sich die Parteien nur über das “wie”.

Träume, Tränen, Töne, KI.KA 15:50 – 16:18 (Beschreibung siehe oben)

29.06.2010, Dienstag

Chinas kleine Kaiser, EinsFestival 01:10 – 01:55

‘Chinas kleine Kaiser- Pekinger Schüler auf Erfolgskurs ‘ begleitet drei kleine chinesische Schüler durch ihren anstrengenden Alltag.

Träume, Tränen, Töne, KI.KA 15:50 – 16:18 (Beschreibung siehe oben)

Gesundheit!: Nathalie – ein Leben mit MS, BR 19:00 – 19:45

Nathalie Todenhöfer war 19 Jahre alt, als sich das Leben für sie radikal änderte. Die Tochter des ehemaligen Politikers und Medienmanagers Jürgen Todenhöfer ist jung, reich, bildhübsch und auf dem Weg, Karriere zu machen. Doch plötzlich streikt ihr Körper. Die Beine fühlen sich taub an, die Schmerzen stechen wie ein Messer im Kopf. Diagnose: MS – Multiple Sklerose. Eine heimtückische Nerven-Krankheit, von der 120.000 Menschen in Deutschland betroffen sind. Das Immunsystem greift plötzlich den eigenen Körper an und zerstört die Nervenbahnen.

30.06.2010, Mittwoch

Gesundheit!: Nathalie – ein Leben mit MS, BR 11:45 – 12:30 (Beschreibung siehe oben)

Sehen statt Hören, BR-alpha, 15:00 – 15:30 (Beschreibung siehe oben)

Träume, Tränen, Töne, KI.KA 15:50 – 16:18 (Beschreibung siehe oben)

Gesundheit!: Nathalie – ein Leben mit MS, EinsPlus 21:45 – 22:30 (Beschreibung siehe oben)

01.07.2010, Donnerstag

Gesundheit!: Nathalie – ein Leben mit MS, BR 00:45 – 01:30 (Beschreibung siehe oben)

Sehen statt Hören, BR-alpha, 10:30 – 11:00 (Beschreibung siehe oben)

Gesundheit!: Nathalie – ein Leben mit MS, EinsPlus 14:00 – 14:45 (Beschreibung siehe oben)

Unglück am Wasser – Gelähmt fürs Leben – Das Schicksal von Kevin und Marc, EinsFestival,15:45 – 16:30

Marc wird gerade 16 und bekommt von seinen Eltern ein Wochenende in Holland spendiert. Mit Freunden der Familie fährt er los, zum Kitesurfen nach Renesse. Eine Windböe erfasst den Jungen samt Drachen und schleudert ihn vor ein Strandhaus. Er überlebt, bricht sich drei Halswirbel und ist von nun an querschnittsgelähmt. Kevin ist 15 Jahre alt. Er geht im letzten Sommer ins Freibad, nicht wie sonst an den Kanal, weil seine Mutter das zu gefährlich findet. Immer wieder rutscht er mit seinen Freunden die Rutsche hinunter. Auf dem Bauch und mit dem Kopf zuerst. Ein letztes Mal noch, bevor die Jungen nach Hause wollen. Da passiert es. Kevin schlägt auf dem Schwimmbadboden auf. Die Wiederbelebungsversuche des Bademeisters retten ihm das Leben. Doch Kevins zweiter Halswirbel ist gebrochen. Auch er ist querschnittsgelähmt, und er muss sein Leben lang beatmet werden.

Kevin und Marc haben fast ein halbes Jahr Bett an Bett im gleichen Bochumer Krankenhaus gelegen und versuchen jetzt, ihr Schicksal zu meistern.

Träume, Tränen, Töne, KI.KA 15:50 – 16:18 (Beschreibung siehe oben)

Fremde Kinder: Der Schuhputzer, ZDFneo, 18:15-18:45

Den Großteil des Jahres ist der elfjährige Cetin auf sich allein gestellt. Mit dem Geld, das er als Schuhputzer in Istanbul verdient, ernährt er sogar die Familie in Ostanatolien. Jeden Morgen trifft er sich mit seinen Cousins auf dem “Hügel”, einem großen Platz in der Nähe des Galataturms im Touristenviertel der türkischen Metropole.

02.07.2010, Freitag

Gesundheit!: Nathalie – ein Leben mit MS, EinsPlus 10:15 – 11:00 (Beschreibung siehe oben)

03.07.2010, Samstag

Gesundheit!: Nathalie – ein Leben mit MS, EinsPlus 07:00 – 07:45 (Beschreibung siehe oben)

Sehen statt Hören, BR-alpha, 07:05 – 07:35 (Beschreibung siehe oben)

Anna, Schmidt & Oskar, BR-alpha, 09:15-09:30

Die Reihe ist in erster Linie für Kinder von Aussiedlern und ausländischen Arbeitnehmern bestimmt. Sie orientiert sich an dem fakultativen Curriculum “Begegnung mit einer Fremdsprache in der Grundschule”.  Deutsch für ausländische Kinder

Sehen statt Hören, BR-alpha, 09:45 – 10:15 (Beschreibung siehe oben)

Selbstbestimmt!, RBB Berlin, 10:45 – 11:15

Themen: Können allein nur die Gedanken Maschinen steuern? – Förderpädagogen studieren ganz praxisnah – Streicheln, füttern, Gassi gehen – oder ist Tiertherapie doch mehr?

Sehen statt Hören, MDR, 11:05 – 11:35 (Beschreibung siehe oben)

04.07.2010, Sonntag

Selbstbestimmt!, RBB Berlin, 03:40 – 04:10 (Beschreibung siehe oben)

Gesundheit!: Nathalie – ein Leben mit MS, EinsPlus 03:45 – 04:15 (Beschreibung siehe oben)

Fortsetzung folgt, KI.KA, 13:15 – 13:45

Angst im Nacken – Casey will ihre Angst besiegen. Die Dokumentationen zeigen außergewöhnliche Schicksale und spannende Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen. Casey ist 12 und eine ganz gute Schülerin. Aber trotzdem hat sie riesige Angst vor der Schule. Montagmorgen ist es immer am schlimmsten. Manchmal ist es so arg, dass sie Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen bekommt und ihre Haut ganz doll zu jucken beginnt. Dann kann sie wirklich nicht zur Schule gehen. Angefangen hat es, als Casey mit Beginn der 5. Klasse auf das Gymnasium wechselte. Alles war neu. Aber Casey bekam keine Angst wegen der neuen Anforderungen oder vor schlechten Leistungen sondern davor, wie einige Mitschüler sich ihr gegenüber verhielten und immer noch verhalten. Casey findet diese Angst ziemlich blöd und will sie endlich los werden. Deshalb geht sie zu einem Psychologen, der mit ihr übt, wie man seiner Angst begegnen kann. Gemeinsam stellen sie sich die Angst vor, reden über sie, betrachten sie von allen Seiten und machen viele Übungen um der Angst selbst Angst zu machen. Aber das ist schwer, und es gibt auch immer wieder Rückschläge. Doch Casey findet auch durch ihre Freundinnen langsam den Mut, sich keine Angst mehr einjagen zu lassen. Vorsichtig tastet sie sich Schritt für Schritt an das Problem heran, bis zu dem Tag, an dem der Gang zur Schule endlich nicht mehr schrecklich ist. Die Angst im Nacken ist verschwunden.

Mein Traum von mir – Das Ende der Schulzeit (3), ZDFneo, 22:00 – 22:30

Foto: Hans D. Beyer, Lebenshilfe

Gestern ging in Berlin der 15. Weltkongress  ”Inclusion International” zu Ende. 2500 behinderte und nicht behinderte Teilnehmer aus 74 Nationen diskutierten und informierten über Inklusion, Integration so wie alle damit verwandten Themen. Weiterhin forderten sie zum Abschluss eine rasche und globale Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Selbst die Bundesregierung sprach sich in Person der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen öffentlich für inklusive Schulbildung aus: „Ich finde, alle Kinder müssen in eine Schule gehen.“ Nicht allein der Unterrichtsstoff sei wichtig, sondern auch das, „was die Kinder voneinander lernen“.

Wer nicht dabei sein konnte, sich aber informieren möchte, was diese Woche in Berlin geschah, kann dies in Wort, Bild und Ton auf der Internetpräsenz der Lebenshilfe tun.

Letztes Jahr ist in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft getreten, mit deren Unterzeichnung sich Deutschland zu einem inklusiven Schulsystem verpflichtet hat – eine Schule für alle Kinder, ohne Ausgrenzung. Nun drückt sich aber die Kultusministerkonferenz (KMK) offenbar um die Umsetzung dieser Verpflichtung. Alles voran das Bundesland, in dem ich lebe: Sachsen!

Mehr dazu im Artikel von Brigitte Schuhmann.

Aufgepasst! Am Dienstag soll in Bremen im Rahmen eines Treffens der KultusministerInnen mit einem Smart-Mob (Wikipedia-Artikel zum Wort) auf die Forderung nach Inklusion und einer Schule für alle aufmerksam gemacht werden. Hier die Mail, die mich erreichte:

Liebe UnterstützerInnen,

am Montag, den 21.06. 2010 wird auf dem Marktplatz in Bremen ein Smart-Mob für eine gute Sache stattfinden. An diesem Tag treffen sich die KultusministerInnen der Bundesländer in der Bürgerschaft, um über die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen zu beraten. Bremen hat sich mit dem neuen Schulgesetz die Inklusion auf die Fahne geschrieben, das Recht auf gemeinsamen Schulbesuch aller Kinder. Die Schule muß sich den Bedürfnissen aller Kinder (auch denen mit Förderbedarf) stellen.

Wir wollen EINE SCHULE FÜR ALLE!

Wir wollen die KMK wachrütteln und deutlich machen, dass wir die Umsetzung dieser Schule fordern.

Alle UnterstützerInnen finden sich am Montag auf dem Bremer Marktplatz  ein, legen sich genau um 14.45 Uhr hin und stellen sich schlafend. Wir möchten den Marktplatz in ein riesiges Schlaflager verwandeln. Bringt euch am besten einen weich gepolsterten Rucksack mit, auf den ihr euren Kopf legen könnt. Um Punkt 14.50h soll dann euer Handy klingeln, am besten mit einem Wecker-Ton – also rechtzeitig vorher den Alarm speichern! Nach dem Klingeln erheben sich alle und gehen wieder ihrer Wege. Während ihr schlaft, werden in Richtung Bürgerschaft Schilder  hochgehalten, auf denen steht: VERSCHLAFT DIE SCHULE FÜR ALLE NICHT! – synchron zum Wecker-Klingeln drehen sich die Schilder um. Zu lesen ist dann: EIN WECKRUF AN DIE POLITIK.

Die Aktion wird dokumentiert und es wird auch den Medien Bescheid gegeben, die wahrscheinlich eh vor Ort sind.

Wir hoffen auf möglichst viele UnterstützerInnen und freuen uns besonders über viele teilnehmende Kinder und SchülerInnen, denn die geht es ja auch an. Wir freuen uns auf euch. Bis zum 21. Juni!

Der Ablauf der Aktion ist auch nochmal unter www.flash-mob.de/viewtopic.php?f=39&t=1979 beschrieben.

Tolle Aktion und absolut unterstützenswert! Vielleicht kann ein Bremer mir nächste Woche davon berichten?

Heute möchte ich euch ein tolles Zitat über das Anders- und Gleichsein aus der Doku “Das besondere Lernen – Leben mit Autismus” (2008) vom SWR näher bringen. Es stammt von Frederik, der in die neunte Klasse geht, und als Asperger-Autist bezeichnet wird. Das bedeutet, dass er eine schwächere Form des Autismus hat. So hat er der Junge Probleme damit, die Mimik von Menschen zu interpretieren und sich in sie hineinzuversetzen. Folgende schlaue Worte formulierte er über sein angebliches Anderssein:

Alles sind anders. Jeder ist wie jeder andere und das heißt anders. Ein Mensch, wie jeder andere und jeder Mensch ist anders, also ist das ein Mensch wie jeder andere Mensch, anders als alle andere. Und da jeder Mensch anders, als alle anderen ist, ist das ein Mensch wie jeder andere.

Na verstanden? Wenn nicht, dann nochmals lesen! ;)

Prof. Hans Wocken (Bildquelle: www.inklusion-online.net)

Als ich im März diesen Jahr auf dem Kölner Kongress “Eine Schule für alle” war, durfte ich das erste Mal Prof. Wocken erleben, der von 1980 bis 2008 Professor für Lernbehindertenpädagogik und Integrationspädagogik an der Universität Hamburg war. Sehr klar und deutlich hat er damals aufgezeigt, wer gegenwärtig in der Förderschulen sitzt:

  • 27% der Förderschulfamilien haben weniger als 20.000€ (brutto)/ Jahr
  • Überrepräsentanz der Jungen
  • Überrepräsentanz von Migrantenkindern
  • Überrepräsentanz von Kinderreichen
  • Überrepräsentanz von Armen
  • Überrepräsentanz von Arbeitslosen

Nach Betrachtung dieser Fakten, kam er zu dem Schluss, dass die Förderschule eine Schule des „Prekariats“ sei und daher Inklusion schlicht und einfach auch ein Gebot der Chancengleichheit sei, um soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Aber neben diesem, für mich sehr wichtigen Grund, gäbe es, so Wocken, noch viel mehr Rechtfertigungen für das gemeinsame leben und Lernen, denn Inklusion:

  • ist normal (Warum werden Kinder überhaupt getrennt?)
  • ist Aufgabe jeder Erziehung (Aufgabe jeder Pädagogik, nicht nur einer Bestimmten)
  • ist Friedenserziehung (leben alle Menschen gemeinsam ohne Ausgrenzung)
  • ist eine völkerrechtlich verbindliche Aufgabe (siehe UN-Konvention)

Gegen Ende seines Vortrages umriss er, im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen, ganz klar, wie solch ein inklusives Förderschulsystem zu erreichen sei. Und zwar, indem man als erstes die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und Verhalten abschaffen solle. Die Schüler, der übrig bleibenden Förderschwerpunkte, sollten vorerst die Wahl zwischen Förder- und Regelschule haben. Dies wäre in den nächsten 10 Jahren erreichbar und so eine Inklusionsquote von 80% zu erreichen (gegenwärtig deutschlandweit circa 15%, je nach Statistik aber abweichend).

Nun ist ein interessanter Artikel von Hans Wocken im Netz aufgetaucht, den ich bereits vor einiger Zeit andersweitig lesen durfte. Darin beschreibt Wocken, was die Gegner der Inklusion als Argumente nennen und beschäftigt sich intensiv mit diesen. Ein gelungenes und lesenswertes Essay, das hier zu finden ist: Über Widersacher der Inklusion und ihre Gegenreden .

Update: Menschen, die in NRW wohnen, haben 12.07.2010 die Chance ihn live in Dorsten zu erleben. Mehr Infos hier: http://inklusion-dorsten.de/content/inklusion-jetzt

Foto: sigrid rossmann / pixelio.de

An dieser Stelle gebe ich aller zwei Wochen Tipps für das Fernsehprogramm der nächsten 14 Tage. Ich suche dabei Filme, Sendungen und Dokumentationen zu den Themen Schule, Lernen, Behinderung, Inklusion etc. heraus. Über die Qualität der einzelnen Sendungen kann ich dabei natürlich noch nichts sagen. Habt ihr noch mehr? Dann sendet mir bitte eine Mail an robert@bildungsvision.de!

07.06.2010, Montag
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik ARD EINSPLUS  16:00 – 16:15

Louis Braille und die Blindenschrift. Erst 1825 wurde von dem jungen Louis Braille ein Blindenschriftsystem entwickelt, das bis heute auf der ganzen Welt genutzt wird.

KoranKinder ZDF THEATERKANAL 19:40 – 21:10

Shaheen Dill-Riaz dokumentiert in seinem persönlichen Film den Alltag von Koranschulen in Bangladesch. In ihrem Selbstverständnis sind diese Schulen der abendländischen Idee von Aufklärung und Bildung diametral entgegengesetzt. Trotz des dort geltenden Bilderverbots ist es dem Regisseur gelungen, Kinder in mehreren Koranschulen mit der Kamera zu begleiten. Gespräche mit ihren Eltern, mit Lehrern und Wissenschaftlern geben zusätzlich spannende Einblicke in die Geschichte und das Anliegen der Koranschulen.

08.06.2010, Dienstag
Auslandsreporter ARD EINS  00:30 – 01:00

Rollis für Afrika – Ein Rollstuhl, ein Leben! Der Tod ist sein ständiger Begleiter: Estevan aus Heidelberg, 27 Jahre alt, hat Muskelschwund und ist seit seiner Kindheit an den Rollstuhl gefesselt.

Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik ARD EINSPLUS  12:15 – 12:30 (Beschreibung s.o.)

Schlaglicht SW3 22:30 – 23:00

Mein Baby lernt englisch Beschreibung. Bei den “Little Giants”, einer Kindertagesstätte in Stuttgart, wachsen schon die Kleinsten mit Deutsch und Englisch auf. Dafür sorgen muttersprachliche Erzieherinnen. Bis zu 900 Euro zahlen die Eltern im Monat für diese Form der Förderung.

09.06.2010, Mittwoch
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik ARD EINSPLUS 09:00 – 09:15 (Beschreibung s.o.)

alpha Forum Extra BR ALPHA 20:15 – 21:00

Berufliche Oberschulen auf Erfolgskurs – Ein Modell für die Zukunft?

10.06.2010, Donnerstag
alpha Forum Extra BR ALPHA 02:00 – 02:45 (Beschreibung s.o.)

Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik ARD EINSPLUS 05:45 – 06:00 (Beschreibung s.o.)

Stille im Kopf HR3 09:30 – 10:00

Constantin ist taub und hat noch nie die Stimme seiner Eltern oder den Klang von Musik gehört. Obwohl er die Sonderschule besucht, will er diesmal die Sommerferien verbringen wie alle anderen Kinder auch, und er will seinem Vater beweisen, dass er mit ihnen in der Fußballschule und im Hochseilgarten zusammen spielen kann. Sein Vater ist skeptisch. Ob Constantin sich durchsetzt? Der Film zeigt, wie wichtig es ist, hörgeschädigte Kinder und Jugendliche in ihrem Drang nach Bildung sowie nach Anerkennung ihrer Kultur und Sprache zu unterstützen. Nur so wird ihnen der Weg in ein Leben mit gleichen Chancen wie hörenden Kindern und Jugendlichen in der Gesellschaft geebnet werden.

alpha Forum Extra BR ALPHA 13:00 – 13:45 (Beschreibung s.o.)

Beruf Lehrer RBB 23:30 – 01:00

An der Tulla-Realschule in Mannheim unterrichten 50 Lehrer 800 Schüler aus allen Schichten unserer Gesellschaft. Einige stehen am Anfang ihres Berufslebens, andere unterrichten bereits seit 30 Jahren. Die Kamera begleitet sechs von ihnen im Unterricht, in den Pausen, bei Noten- und Lehrerkonferenzen sowie bei Konfliktgesprächen mit Schülern.

12.06.2010, Samstag
Schlaglicht ARD EINS 04:35 – 05:05 (Beschreibung s.o.)
KoranKinder ZDF THEATERKANAL 19:40 – 21:10
(Beschreibung s.o.)

13.06.2010, Sonntag
Mein Traum von mir – Das Ende der Schulzeit ZDF NEO 21:45 – 22:15

Im Herbst 2008 begann für rund 700 000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland das letzte Schuljahr. Eine spannende Zeit, denn die Jugendlichen müssen sich entscheiden – für einen Beruf, eine Laufbahn, eine Karriere – aber auch für das Leben, das sie künftig führen wollen.
Sie sind zwischen 15 und 19 Jahre. Den Gymnasiasten steht das Abitur bevor – Haupt- und Realschüler sind auf der Suche nach attraktiven Lehrstellen. Für sie alle ist dieses letzte Schuljahr entscheidend für die Zukunft. Und dann, im Sommer ’09, kommt er – der viel beschworene ‘Schritt ins Leben’. In den Medien wird viel darüber gesprochen, wie viele Lehrstellen diesen jungen Leuten zur Verfügung stehen, wie viele Studienplätze oder Stipendien. Wie aber fühlt sich dieses letzte Schuljahr an?

Setzen sechs ZDF NEO 22:15 – 22:45

Versagen die Schüler oder die Schule? Alle reden über Schule, die Kanzlerin bittet zum Gipfel und beschwört die Bildungsrepublik Deutschland. Wie gerecht aber geht es zu in unserem Bildungssystem? Wie sehr sind Bildungschancen von Elternhaus und sozialem Umfeld abhängig? Die ZDF.reportage zeigt ganz unterschiedliche Szenarien in der Bildungsrepublik Deutschland.

14.06.2010, Montag
Mein Traum von mir – Das Ende der Schulzeit ZDF NEO 04:30 – 05:00 (Beschreibung s.o.)

Setzen sechs ZDF NEO 05:00 – 05:30 (Beschreibung s.o.)

17.06.2010, Donnerstag
KoranKinder ZDF THEATERKANAL 19:40 – 21:10 (Beschreibung s.o.)

19.06.2010, Samstag

Andere Länder, andere Schulen ZDF INFOKANAL 05:00 – 5:15

Die etwas andere Schule: Zur Schule gehen bedeutet für die meisten Kinder “trockenes” Lernen und viel Stillsitzen. Nicht so für die südafrikanischen Kinder in Hoedspruit: an der Southern Cross School lernen sie am Rande eines Nationalparks mitten in der Natur.

Andere Länder, andere Schulen ZDF INFOKANAL 11:02 – 11:15 (Beschreibung s.o.)

20.06.2010, Sonntag

Andere Länder, andere Schulen ZDF INFOKANAL 12:02 – 12:15 (Beschreibung s.)

Andere Länder, andere Schulen ZDF INFOKANAL 17:02 – 17:15 (Beschreibung s.)

Eine der Quellen für Neuigkeiten aus dem Bereich der inklusiven und demokratischen Bildung ist das Blog inklusive menschenrechte. Hintergrund der Seite ist ein Projekt, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, neue und erprobte Ansätze in Pädagogik und Menschenrechtsbildung in Kindergarten, Schule und Jugendarbeit in Nordostniedersachsen bekannt machen und entwickeln. Doch glücklicherweise beschränken sich die Autoren des Blogs nicht auf den Norden Deutschland und liefern stattdessen bundesweite Veranstaltungshinweise, so wie Beiträge über interessante aktuelle Entwicklungen.

Zum Blog geht es hier entlang.

Was Inklusion ist, könnt ihr hier lesen, aber welche Gründe gibt es dieses Ziel zu verfolgen? 10 Gründe für Inklusion in der Freizeit hat das Jugendnetz Berlin zusammengestellt:

Inklusion ist ein Menschenrecht.
Jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen ist eine Menschenrechtsverletzung. Dies verdeutlicht die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und verweist darauf, dass Behinderung selbstverständlicher Bestandteil menschlichen Lebens ist. In Deutschland ist die Konvention seit dem 26.03.2009 in Kraft.

Inklusion bedeutet das Achten und Wertschätzen menschlicher Vielfalt.
Die Vielfältigkeit von Menschen ist eine Bereicherung für alle. Dies gilt hinsichtlich körperlicher, kognitiver und psychischer Fähigkeiten ebenso wie hinsichtlich der sozialen, ethnischen und nationalen Herkunft, der Hautfarbe, des Alters, des Geschlecht, der sexuellen Orientierung, der Kultur, Religion oder Weltanschauung.

Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Alle Menschen sollen in allen gesellschaftlichen Bereichen aktiv teilnehmen können. Dazu braucht es die Mitwirkung aller. Organisationen und staatliche Stellen können Inklusion unterstützen und voran bringen, aber nicht alleine umsetzen.

Inklusion ist ein ganzheitlicher Prozess.
Um die Teilhabe aller zu gewährleisten braucht es Bedingungen in allen Lebensbereichen, also auch im Freizeitbereich, die diese ermöglichen. Inklusion orientiert sich nicht nur am einzelnen Kind an, sondern an seiner Lebensumwelt. Ausschließlich die Förderung von Kindern mit Behinderungen in eigenen getrennten Räumen genügt daher nicht.

Inklusion beginnt im Kopf.
Um Freizeitgestaltung von Kindern mit und ohne Behinderungen als Normalität zu sehen, gilt es auch die Vorbehalte und Barrieren im Kopf abzubauen. Gemeinsames lernen und spielen von Anfang an lässt Vorurteile erst gar nicht entstehen und fördert gegenseitige Akzeptanz.

Kinder brauchen Freizeit und Spiel.
Dies ist sogar als Recht in Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention formuliert. Freizeit bedeutet das zu tun, was jedem Kind Spaß macht. Kinder wollen in ihrer Freizeit mit Gleichaltrigen spielen, sich erholen und einfach mal abschalten. Dieses Bedürfnis haben alle Kinder.

Kinder lernen mit Unterschiedlichkeiten umzugehen.
In Freizeitgruppen von Kindern mit und ohne Behinderungen lernen sich alle mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen kennen. Die Kinder erfahren was miteinander möglich ist und was einzelne brauchen. Alle Kinder lernen, dass es normal ist verschieden zu sein.

Kinder wollen mittendrin sein.
Alle Kinder brauchen das Spielen und die Freizeitgestaltung mit Gleichaltrigen. Die Erfahrung dazu zu gehören, stärkt sie. Auf Spielplätzen, in Sportvereinen, in Musikschulen und Freizeiteinrichtungen jedoch sind Kindern mit Behinderung bisher nur selten dabei.

Kinder lernen Vielfalt zu gestalten.
Gemeinsame Freizeitaktivitäten unterstützen Kinder dabei vielfältig gestaltete Beziehungen einzugehen, Ängste ab- und Freundschaften aufzubauen. Respekt und Verständnis füreinander können so wachsen.

Kinder brauchen auch in der Freizeit unterschiedliche Kinder.
Zahlreiche empirische Untersuchungen zeigen, dass alle Kinder von vielfältiger Gruppenzusammensetzung profitieren und dass das Sozialverhalten aller Kinder gestärkt wird.

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